Schadstoffgutachten · Schwermetalle

Schwermetalle: alt verbaut, lange relevant.

Blei in Rohren und Anstrichen, Cadmium in Beschichtungen, Quecksilber in technischen Bauteilen – Schwermetalle finden sich in vielen Bestandsobjekten. Wir erfassen sie und bewerten das Risiko.

Schwermetalle wurden über Jahrzehnte in Anstrichen, Beschichtungen, Leitungen und technischen Bauteilen eingesetzt. Im Gebäudebestand sind sie häufig unauffällig – bis ein Rückbau oder eine Sanierung sie freilegt.

Je nach Metall und Konzentration ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an Arbeitsschutz und Entsorgung. Eine gezielte Untersuchung schafft die nötige Klarheit, bevor Bauteile bearbeitet werden.

Wo Schwermetalle typischerweise vorkommt

BleiAlte Trinkwasserleitungen, Bleibleche und bleihaltige Anstriche (Mennige).
CadmiumPigmente in Farben, Kunststoffen und galvanischen Beschichtungen.
QuecksilberLeuchtstoffmittel, Thermostate, Schalter und technische Altbauteile.
Weitere MetalleChrom, Zink und Kupfer in Beschichtungen und Bauteilen.

Warum Schwermetalle ein Risiko ist

  • Blei wirkt als Nervengift, besonders kritisch bei Staubfreisetzung.
  • Quecksilber ist flüchtig und kann die Raumluft belasten.
  • Schwermetallhaltige Abfälle erfordern eine gesonderte Entsorgung.
  • Belastete Leitungen können die Trinkwasserqualität beeinträchtigen.
BewertungsgrundlageDie Beurteilung richtet sich nach Material, Konzentration und Nutzung. Daraus leiten wir Arbeitsschutz- und Entsorgungsanforderungen ab.

So läuft die Untersuchung ab

1

Erstgespräch

Erfassung von Baujahr, Leitungen, Anstrichen und Nutzung.

2

Begehung

Identifikation verdächtiger Bauteile und Beschichtungen.

3

Probenahme

Beprobung von Anstrichen, Material und ggf. Wasser.

4

Laboranalyse

Quantifizierung der Schwermetallgehalte.

5

Bewertung

Einordnung von Gesundheits- und Entsorgungsrelevanz.

6

Gutachten

Bericht mit Maßnahmen- und Entsorgungsempfehlung.

Häufige Fragen

Schwermetalle: häufige Fragen

Sind bleihaltige Anstriche heute noch ein Thema?
Ja. In Altbauten finden sich bleihaltige Farben (z. B. Mennige) regelmäßig. Beim Abschleifen oder Entfernen entsteht belasteter Staub, der Schutzmaßnahmen erfordert.
Wie erkenne ich Bleirohre?
Bleirohre sind weich, mattgrau und lassen sich leicht eindrücken. Sicher ist die Bewertung über Materialprüfung – wir klären, ob ein Austausch nötig ist.
Ist Quecksilber im Gebäude gefährlich?
Quecksilber ist flüchtig und kann bei Beschädigung technischer Bauteile in die Raumluft gelangen. Eine gezielte Erfassung verhindert unkontrollierte Freisetzung.
Wie werden schwermetallhaltige Abfälle entsorgt?
Abhängig von der Einstufung über zugelassene Entsorgungswege mit Nachweis. Den Weg legen wir anhand der Analysewerte fest.
Bereit für belastbare Grundlagen?

Schwermetalle sicher beurteilen lassen.